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  • ulrike50

Energizer für die Generationenarbeit !


An dieser Stelle stellen wir vor, was aus unserer Sicht die Zusammenarbeit der Generationen fördert und belebt. Was kann jeder einzelne von uns beitragen dazu?

Energizer #1 ist die Begierde. Wir sollten WISSEN, was wir WOLLEN. Wir verstehen darunter ein leidenschaftliches Verlangen auf Genuss, Befriedigung und Erfüllung eines Wunsches. Eine grosse Rolle spielen dabei das subjektive Mangelerleben und der Änderungswunsch. Die Begierde unterliegt somit auch sehr stark dem Zeitgeist und entwickelt sich über die Zeit weiter.


Wenn wir wissen, was wir wirklich wollen und das ehrlich, auch mit anderen, diskutieren, gibt es die Möglichkeit einen gemeinsamen Weg dorthin zu finden. »Die meisten Menschen haben keine Ahnung, was sie wollen. Sie sind arm an Begierde.« Das sagt der fast 90-jährige Frithjof Bergmann, der geistige Vater des New-Work-Konzeptes im Interview 2019.

»Man sagt jetzt, Arbeit solle den Leuten Spaß machen. Aber Spaß kommt mir wie ein viel zu flaches, dummes Wort vor. Spaß ist nicht genug. Nicht Spaß, sondern wirklich, wirklich wollen – das ist ein großer Unterschied. Man kann mit allen möglichen Dingen Spaß haben, aber das ist nicht das, was ich meine. Mir geht es um das wirkliche Streben. (…) Gemeint ist damit die Unfähigkeit, Wünsche zu äußern und eigene Projekte zu realisieren. Nicht zuletzt deshalb klammern wir uns an Jobs, die nicht nur unseren Lebensunterhalt, sondern auch unseren Platz in der Gesellschaft sichern – selbst dann, wenn sie unbefriedigend sind. Und wir verzweifeln übermässig, wenn wir sie verlieren. Um Abhilfe zu schaffen, müssen wir uns mehr auf das besinnen, was wir ›wirklich wirklich‹ wollen«.

Bergmann spricht von Berufung und meint sowohl gesellschaftliche als auch unternehmerische Aktivitäten. Zudem hält er die Menschen an, sich zumindest teilweise vom Zwang des Geldverdienens zu befreien, indem sie stärker auf Selbstversorgung als auf Konsum setzen. Der Visionär denkt dabei unter dem Stichwort »High-Tech-Self-Providing« vor allem an die Selbstversorgung unter Nutzung aktueller technologischer Möglichkeiten. Neue Arbeit, neue Kultur ist ein Appell, sich mit Alternativen zur klassischen Lebens- und Arbeitswelt auseinanderzusetzen und die Impulse für den eigenen Erfolg zu nutzen. Der Autor, der Bergmann 2019 für t3n interviewte

und porträtierte, kommt zu dem Ergebnis, dass der Charme in der Unschärfe und Zeitlosigkeit der »Neuen Arbeit« von Bergmann liegt: »Sie lässt sich immer wieder neu mit dem füllen, was wir selbst als unabdingbar für eine gute Arbeitskultur erachten – mit dem also, was wir wirklich, wirklich wollen.«

(Mehr dazu in DEM Buch zur CROSS GENERATIONAL INTELLIGENCE - Kooperation der Generationen im Unternehmen, hier S. 179)

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